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09.03.2010 09:55 Uhr
Reitpferde-Auktion in Marbach am Samstag, 6. März 2010, Auktionsspitze Ricanto erzielt 24.500 Euro
von Martina Hachenberg
- Durchschnittspreis 11.000 Euro

Zuschlag erteilt: Gutes Ergebnis für 20 Nachwuchspferde

Marbach, 06.03.2010 (HuL Marbach). Spannend blieb es bis zum Schluss: 20 hoffnungsvolle Nachwuchspferde wechselten bei der Reitpferdeauktion des Haupt- und Landgestüts Marbach am 6. März den Besitzer. Das sportlich wie züchterisch hochinteressante Auktionslot erzielte einen Durchschnittspreis von 11.000 Euro und einen Gesamterlös von 220.000 Euro. Bieter aus Deutschland, Frankreich, Italien und Kanada erhielten in oft spannenden Bieterduellen den Zuschlag für „ihr“ Pferd.

Die Auktionsspitze, der fünfjährige Hengst Ricanto v. Riccione, wechselte für 24.500 Euro in den Stall von Herrmann Schweizer (Kanada), einem Stammkunden des Haupt- und Landgestüts Marbach seit über 30 Jahren. Olympiasieger Martin Schaudt (Albstadt) sicherte sich für 15.000 Euro den vierjährigen Nachwuchsdressurcrack Woody v. Worldly aus der Hauptgestütszucht. „Woody ist sicher eines der Top-Pferde bei unserer heutigen Auktion gewesen. Mit ihm hat Martin Schaudt einen ‚Superknaller’ gekauft. Ich hoffe sehr, dass wir Woody im großen Sport wiedersehen werden“, sagte Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, die sich insgesamt zufrieden mit der Auktion zeigte. „Für die heutige Zeit, in der alle etwas mehr rechnen müssen, ist das Ergebnis sehr zufriedenstellend, insbesondere, weil wir vor allem drei- und vierjährige Pferde verkauft haben.“

Die Landoberstallmeisterin freute sich besonders auch über neue Käufer. „Wir hatten heute Kunden aus Italien, die noch nie zuvor auf einer Auktion waren. Mit der Stute Coolness konnten sie ein echtes Schnäppchen machen. Es kann von Vorteil sein, wenn man einen neuen Kunden so günstig bedienen kann, denn häufig kommen sie dann mit weiteren Kunden wieder.“

Auktionator Hendrik Schulze Rückamp bedauerte etwas, dass bei manchen Pferden nicht immer ein Gegenbieter vorhanden war. „Sonst hätten einige Pferde sicher einen reelleren Preis erbracht.“ Landoberstallmeisterin von Velsen-Zerweck betonte, dass die Kunden der Marbacher Auktion sich nach wie vor darauf verlassen könnten, dass der Preis der Pferde nicht künstlich hochgetrieben wird: „Wir sind Züchter und keine Pferdehändler. Bei uns können sich die Kunden auf reelle Preise für gesund aufgezogene und schonend ausgebildete Pferde verlassen. Das spricht sich bei Ausbildern und Turnierreitern, aber auch bei Familien und Freizeitreitern herum, die hier voller Vertrauen ihr Nachwuchspferd einkaufen“.

Unter den Kunden der Marbacher Reitpferdeauktion waren auch in diesem Jahr wieder die Polizeireiterstaffeln Stuttgart und Mannheim, die ihre Pferde aus eben diesen Gründen gerne aus den Marbacher Herden rekrutieren. Während die Reiterstaffel Stuttgart Glück hatte und den Zuschlag für den dreijährigen Milendo v. Monrepos erhielt, mussten die Mannheimer sich diesmal anderen Bietern geschlagen geben. „Die Reiter der Reiterstaffel Mannheim waren sehr enttäuscht“, sagte von Velsen-Zerweck, „aber wir werden schon noch ein passendes Pferd für sie finden.“

Von den 22 aufgetriebenen Pferden konnten 20 über die Auktion verkauft werden. „Ich bin mit ganz sicher, dass wir für die beiden Pferde, die heute keinen Zuschlag erhalten haben, innerhalb kürzester Zeit Käufer finden werden“, sagte Hauptsattelmeister Karl Single, der für die Ausbildung der Auktionspferde verantwortlich zeichnete.



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